Bild: Brennende Steckdose
Brennende Steckdose

Zündstoff in der Steckdose

Bild: Brennende Steckdose
Brennende Steckdose

Wackelkontakt führt zum Elektrobrand

Report 2/2007 | BGN-Nachrichten für Backbetriebe

Es ist schon hell draußen, als Bäckermeister Peter M. draußen die Zeitung aus dem Briefkasten holt. Plötzlich hat er einen stechenden Geruch in der Nase. Er wird intensiver, je weiter er durch den Flur Richtung Verkaufsraum geht. Der Bäcker öffnet die Tür und sieht die Flammen.


Später nach dem Löscheinsatz suchte die Feuerwehr nach der Brandursache und wurde fündig. Die Steckdose, an die der Kühlschrank angeschlossen war, wies Schäden auf. Höchstwahrscheinlich führte ein Wackelkontakt dazu, dass es zur Erwärmung und schließlich zum Brand kam. Instandsetzung und Umsatzeinbußen kosteten den Bäcker zusammen 20.000 EUR. Heute ist er, was eine schadhafte Elektrik angeht, viel aufmerksamer.

Tipps zum Schutz vor Elektrobrand
Auf schadhafte und defekte Leitungen achten und sie sofort von einer Elektrofachkraft ersetzen lassen.
Schadhafte Steckdosen, Stecker und Schalter umgehend von einer Elektrofachkraft reparieren lassen.
Nicht zu viele Verbraucher (Lampen, Geräte) mit hoher Leistung an eine Steckdose anschließen. Auch nicht mehrere Vielfachsteckdosen hintereinander stecken.
Keine Abzweigstecker oder Steckvorrichtungen verwenden, die in Lampen eingesetzt werden können. Das ist verboten.
Bei Lampen auf die angegebene Nennleistung achten, z. B. max. 60 Watt; dort keine 100-Watt-Glühbirne verwenden.
Schadhafte oder fehlende Überglocken an Lampen, insbesondere in Kühl- und Feuchträumen, ersetzen. Damit sich an den Kontakten kein Schmutz und keine Feuchtigkeit absetzen können.
Eine elektrische Sicherung niemals flicken oder überbrücken. Im Brandfall tritt keine Brandversicherung ein.
Elektrische Anlagen und ortsfeste Elektrogeräte alle 4 Jahre von einer Elektrofachkraft prüfen lassen; mobile Geräte alle 6 Monate.