Der Feuerlöscher ist der letzte Ausweg

Brandschutz im Betrieb heißt vor allem, Brandgefahren vorbeugen

Report 4/2005 | BGN-Nachrichten für Hotels, Gaststätten und Schausteller

Der Feuerlöscher ist für Bernd Pühringer (Bild oben), Obmann des BG-Arbeitskreises Feuerschutz, der letzte Ausweg. Er erklärt: "Wenn der gegriffen wird, ist vorher schon was falsch gelaufen. Denn wäre alles richtig gelaufen, hätte es nicht brennen können."


Der Fachmann schildert, wie Brände zu vermeiden sind: "Entscheidend ist, dass der Unternehmer Brandschutz ernst nimmt und dahintersteht." Dazu
Bild. Sicherheitsangaben auf Feuerlöscher
checkt er alle Betriebsbereiche auf mögliche Brandgefährdungen.
Anschließend überlegt er sich Maßnahmen, mit denen er diese Schwachstellen ausräumen kann. Pühringer: "Viele Maßnahmen sind Verhaltensmaßnahmen. Die Mitarbeiter müssen ein Gespür dafür entwickeln, was gefährlich und deshalb zu vermeiden ist" (siehe Checkliste). Der Betrieb kann für diesen Check auch Fachleute hinzuziehen. Ansprechpartner sind z. B. der Beratungsservice der BGN oder die Feuerwehr.
Und für die Brandabwehr reicht es nicht aus, die vorgeschriebenen Feuerlöscher angeschafft zu haben. Unternehmer und Mitarbeiter müssen wissen, wo sie aufbewahrt werden - und sie müssen sie bedienen können. Pühringer: "Das sollte man sich unbedingt zeigen lassen, besser noch im Rahmen einer Übung den Löscher wirklich ausprobieren." Im Gastgewerbe kommt die Evakuierung der Gäste hinzu. Auch das soll organisiert und am besten vom Personal geübt sein."

Nur wo's drauf steht ...
... ist auch das einzig wirksame Löschmittel zum Löschen von Speiseöl- und Speisefettbränden drin. Ein solcher spezieller Fettbrandlöscher ist in jedem Betrieb vorgeschrieben, der eine Fritteuse betreibt. Andere Löschmittel, wie z. B. CO2, eignen sich nicht zum Löschen von Fettbränden. Das haben Tests gezeigt. Spezielle Fettbrandlöscher gibt es seit vier Jahren.