BRANDHEISS 2

Die unendliche Geschichte, Teil 2

Report 1/2000 | BGN-Nachrichten für Backbetriebe

Die Wellen der Diskussionen, die durch die Untersuchungsergebnisse der BGN über Brände an Friteusen und Fettbackgeräten ausgelöst wurden, schlugen fast so hoch wie die Flammen der ursprünglichen Fettbrände. Aber dies hat auch sein Gutes. Denn: Es tut sich was auf diesem Gebiet.


Herumgesprochen hat sich inzwischen, dass mit den bisher vorgehaltenen Löschdecken ein durch Selbstentzündung entstandener Friteusen- bzw. Fettbackgeräte-Brand nicht zu löschen war. Aber auch einige der als geeignet angesehenen Feuerlöscher brachten nicht den gewünschten Erfolg. So erwiesen sich z. B. die bislang bevorzugten Kohlensäurelöscher als wenig effektiv. Bei der Friteuse gelang es zwar, die Flammen kurzzeitig zu ersticken. Durch das große Hitzepotential des Fettes kam es aber immer wieder zu Rückzündungen. Am Fettbackgerät war die Hitzeentwicklung so groß, dass die Flammen nicht einmal kurz-fristig gelöscht werden konnten. Auch die eingesetzten Pulverlöscher konnten nicht überzeugen. Am besten schnitten noch Schaumlöscher und Wasserlöscher mit Zusätzen ab.

Diverse Feuerlöscher

Die alles in allem recht mageren Löscherfolge mit Feuerlöschern führten inzwischen dazu, dass zusammen mit den Löscherherstellern im entsprechenden Normungsgremium eine Vornorm verabschiedet wurde. Sie besagt, dass zukünftig auch in Deutschland Feuerlöscher auf ihre Eignung zum Löschen von Fettbränden geprüft werden sollen. Man kann davon ausgehen, dass in ca. 2 bis 3 Monaten die ersten nach diesem Test geprüften Löscher auf dem Markt sein werden.

Unabhängig davon wird die BGN in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Friteusen und Fettbackgeräten versuchen, durch konstruktive und technische Maßnahmen diese Geräte so zu gestalten, dass Fettbrände bereits im Vorfeld verhindert werden. Oder - falls dies nicht gelingt - zumindest die Auswirkungen eines Brandes so zu begrenzen, dass er problemlos abzulöschen ist.